Nachrichten vom PMG

!!!Achtung, Achtung, Jahrgangsstufe 9 macht London unsicher!!!

 

 

Das 9. Schuljahr, welches wir durchlebten, provozierte uns förmlich mit seinem Gerenne. Die Wochen vergingen hastig.  Arbeiten fast jeden Tag zu schreiben, bzw. in jeglichen Fächern geprüft zu werden, wurde schon langsam zu einer Selbstverständlichkeit; man kam kaum hinterher, es wurde immer stressiger und stressiger und die Freizeit ging flöten; wir fühlten uns überrumpelt, missverstanden; doch in der Woche vom 23. Mai bis zum 27. Mai war es endlich soweit…
 

Die allerletzte Arbeit für das 9. Schuljahr stand uns bevor und wir wussten, wir haben es geschafft. Als diese letzte Arbeit hinter uns lag, konnten wir Schüler uns endlich auf das für uns wesentliche und lang ersehnte Thema „unsere bevorstehende Klassenfahrt nach London“ konzentrieren.  114 Schüler des PMG fuhren nun gemeinsam mit ihren Klassen- und Englischlehrern in die Hauptstadt Großbritanniens.

 

Am 05. Juni, einem eigentlich stinknormalen, ruhigen und langweiligen Sonntag, bis auf die Tatsache, dass dieser Sonntag das komplette Gegenteil von einem stinknormalen, ruhigen und langweiligen Sonntag war, stieg die Spannung ins Unermessliche. Manche fingen schon eine Woche, bevor die Fahrt losging an, ihren Koffer zu packen, wobei andere erst ein paar Stunden vor der Abreise packten. Sobald es 22: 30 Uhr schlug, sammelten sich die Schüler an der Schule, wo ihnen ein einstöckiger und auch ein doppelstöckiger Reisebus zur Verfügung standen. Wer in welchem Bus mitzufahren hatte, stand schon längst fest, sodass der Einstieg problemlos erfolgte. Um 23 Uhr fuhren wir endlich los und versuchten, es uns auf der Fahrt so bequem wie möglich zu machen.

 

Nach einer ungefähr 13- stündigen Busfahrt und anschließender Fährüberfahrt, natürlich mit Pausen zwischendurch, waren wir vorerst in Canterbury -einer wunderschönen altenglischen Erzbischofsstadt- angekommen. Wir hatten das erste Mal Freizeit in einem fremden Land, konnten uns aussuchen, wie und womit wir diesen ersten wunderschönen und sonnigen Montagnachmittag verbringen. Das Wetter war perfekt: Es war schön warm, wobei in periodischen Abständen ein leichter Windhauch zu spüren war. Bewaffnet mit Stadtkarten, versuchten sich erst einmal alle Schüler in der neuen Umgebung zurechtzufinden, indem sie durch einen prächtigen kleinen Park in die Innenstadt liefen. In der Stadt gab es haufenweise Essensbuden, Restaurants und Süßigkeiten-Shops. Sehenswürdigkeiten, die man sich anschauen konnte, waren z.B. Canterbury Cathedral, Museen, viele Gärten oder Parks; sogar ein Spaziergang durch die Altstadt entlang den Häusern mit ihren bunten Türen hätte jedem imponiert. Da unser Ziel London war, mussten wir uns am späten Nachmittag von Canterbury verabschieden.

 

Es war abends, ca. 19:00 Uhr, als wir in London auf einem Parkplatz hielten und samt Gepäck ausstiegen. Die Gastfamilien warteten schon auf uns, sodass wir rasch zugeteilt wurden und einen Abflug machten.

 

Am Dienstag stand eine Rundfahrt durch London, mit Halt am Buckingham Palast, an. Wir schauten uns den Wachwechsel an und fuhren weiter durch die Stadt; falls man das überhaupt fahren nennen konnte, denn die Straßen waren so vollgestopft, dass man sich nur im Schritttempo fortbewegen konnte. Während unserer Rundfahrt sahen wir z.B. den Big Ben und verschiedene Theater, sind über die Tower –und London Bridge gefahren und… und… und…

 

Weiter ging es dann (ein wenig schneller als Schritttempo)  zum London Eye  -dem Riesenrad-  und später zum London Dungeon  -einem Gruselstübchen. Das Wetter hielt sich im grünen Bereich, sodass wir auf dem London Eye in knapp 150m Höhe London von oben betrachten durften. Anschließend hatten wir Ausgang in der Stadt; viele sind shoppen gegangen, egal, ob in Modegeschäfte oder Comicbuchläden (es war für jeden etwas dabei).

 

Am nächsten Tag (dementsprechend Mittwoch J) fuhren wir nach Brighton zum Beachy Head und machten eine 4 km lange Wanderung bei fantastischem Wetter und 26°C entlang der Kreidefelsen. Wir hatten eine fabelhafte Sicht auf den Rot- Weiß gestreiften Leuchtturm unten im Wasser und entdeckten sogar einen Surfer und einen Schwimmer. Fertig mit der Wanderung fuhren wir nach Brighton an den Brighton Peer, d.h. auch ans Wasser. (schwimmen war erlaubt!!! J) Und wie es der Zufall so wollte, bekamen wir Freizeit, in der viele etwas essen oder shoppen oder einfach spazieren waren. Den ganzen Tag brannte die Sonne wie verrückt, sodass sich bei manchen Schülern ein Sonnenbrand meldete. Doch zum Glück fing es in dem Moment, als wir alle im Bus untergekommen waren, an zu regnen und die Luft kühlte sich ab. Das machte die Fahrt zu den Gastfamilien umso erträglicher.

 

It´s showtime!!! Am letzten und aufregendsten Tag  -dem Donnerstag-  machten wir uns erneut auf in die Londoner Innenstadt, um als erstes den Tower of London und die darin verborgenen Schätze zu besichtigen. Wir hatten an und für sich einen strafferen Zeitplan, als wir dachten. Wir wurden nämlich vor die Herausforderung gestellt, mit der U- Bahn in ein anderes Viertel zu fahren mit Umstiegen und allem Drum und Dran, um uns dort das Madame Tussauds Wachsmuseum anzugucken. Dieses Museum hat alle sehr überrascht, da es viel größer war, als man annahm und auch besondere Funktionen der Wachsfiguren mit im Programm waren. Nach diesem Besuch hatten alle Schüler… wer weiß es?! Na klar: Freizeit in der Stadt!!! J Aber in dem Stadtteil, wo wir uns befanden, gab es nichts weiter zu entdecken, außer das Museum von Sherlock Holmes; außerdem haben sich sehr viele vorgenommen, zu einer Shoppingmeile zu fahren… Doch wie der Zufall es so wollte, musste man wieder mit der U- Bahn hinfahren. Um 18:30 Uhr war der letzte Fristtermin, seine Shoppingtouren zu beenden, da als Highlight noch der Besuch eines Musicals geplant war: Man konnte sich entweder zwischen „The Lion King“, „Charlie and the choclate Factory“, „Mamma Mia“ oder „Wicked“ entscheiden. Wenn Schülern keines dieser Musicals imponiert hat, durften sie während einer mehrstündigen Kreuzfahrt  J  über die Themse London bei Nacht beobachten, was auch ganz traumhaft war!

 

Als Abschluss noch ein kurzes  Fazit: „Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei…“; auch wenn es die schönste Klassenfahrt bisher war, muss sie ein Ende haben. Doch das bedeutet nicht, dass die guten und teils sehr guten Beziehungen, die durch diese Fahrt entstanden sind, auch ein Ende haben werden; denn wir haben noch mindestens 3 wundervolle gemeinsame Jahre auf dem Weg bis zum Abitur vor uns, den wir gemeinsam beschreiten werden.

 

 

 

Sofia Mangold, Kl. 10/4

 

   
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