Nachrichten vom PMG

2. Platz beim Planspiel Börse

 

Unser Team bestehend aus, Nina Endter, Maria Jung, Madlen Häfner, Anna-Lena Kind und Viktoria Wilke und hatte sich unter den Namen „Die Börsentanten“ zusammengefunden, um gemeinsam am Wettbewerb „Planspiel-Börse“ teilzunehmen.

 

Als uns Ende Januar ein Brief der Sparkasse erreicht hatte, wussten wir, es muss wohl die Einladung zur Preisverleihung vom Planspiel Börse sein. Die Gruppe der Börsentanten hatte sich schon seit dem Ende des Wettbewerbes darauf gefreut.

 

Alle Siegerteams wurden zum 1. Februar in die Sparkasse nach Meiningen, in der Leipziger Straße eingeladen. Die Börsentanten sind mit ihren betreuenden Fachlehrer von Wirtschaft und Recht, Herrn Groß, nach der 6. Stunde in Schmalkalden gestartet.

 

Wir wurden herzlich und mit einem Getränk empfangen bevor die Veranstaltung pünktlich um 15:00 Uhr begann. Herr Häfner und Frau Reich aus der lokalen Bank, begannen mit einen Rückblick auf die Geschichte der Börse und das Handeln mit Wertpapieren. Anschließend werteten sie das Börsenjahr 2016 mit allen Höhen und Tiefen aus. Sie stellten uns die besten und am schlechtesten gelaufenen Unternehmen vor, die an der Börse handeln.

 

Danach fuhren sie mit der Auswertung des Planspiels Börse fort. Jedes Siegerteam wurde nach vorne gebeten um gemeinsam den Check entgegen zu nehmen und ein Foto machen zu können.

 

Unsere Gruppe belegte souverän den zweiten Platz und gewann somit 400€ Preisgeld, dass unter den 5 Gruppenmitgliedern gleichmäßig aufgeteilt wurde.

 

Schließlich konnten wir den Nachmittag in gemütlichem Beisammensein mit belegten Brötchen und Kaffee und Kuchen ausklingen lassen. Um circa 16:30 Uhr sind wir gemeinsam wieder zurückgefahren. Diese tolle Erfahrung wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.

 

Wie haben wir diesen Erfolg erzielen können?

 

Zuerst haben wir uns in Vorbereitung auf diesen Wettstreit mit dem Thema „Wertpapieren und deren Klassifizierung“ auseinandergesetzt. Dabei ist uns aufgefallen, dass uns 3 verschiedene Anlageklassen in diesem Spiel zur Verfügung standen. Diese teilten sich auf in Aktien, Fonds und festverzinsliche Wertpapiere. Nach eingehenden Recherchen haben wir beschlossen, uns bei unserer Anlageauswahl ausschließlich auf Aktien zu fokussieren. Da das Spiel einen zeitlich vorgegeben, kurzfristigen Anlagezeitraum in seinen Regel definiert hatte, haben wir uns für die spekulativste Anlageform entschieden. Wenn dieser Wettbewerb einen Anlagezeitraum von einem Jahr oder mehr gehabt, hätten wir bei unserer Anlagestruktur auch Fonds berücksichtigen müssen. Hier hätten wir dann, durch monatliche Einmalzahlungen einen günstigen Durchschnittserwerbspreis gegenüber einer Einmalanlage erzielen können und unser Depot vor Kursschwankungen abgesichert. Die dritte Anlageklasse, festverzinsliche Wertpapiere, hätte auf Grund des geringsten Risikos auch die geringste Rendite erwirtschaftet. Auf diese Erkenntnis sind wir durch ein Schaubild im Internet gestoßen: Das magische Dreieck der Geldanlage.

 

 

 

Je sicherer eine Geldanlage ist und je kürzer der Anlagezeitraum, desto schlechter ist die Rendite/Zinssatz. Gehe ich jedoch ein hohes Risiko bei meiner Geldanlage ein und bringe eine lange Laufzeit mit, habe ich die Möglichkeit auf die beste Rendite. Schlussfolgernd kann man sagen, dass die drei Merkmale einer Geldanlage: Sicherheit/Risiko, Verfügbarkeit/Laufzeit, Zins/Rendite, sich nicht miteinander verbinden lassen und man immer mindestens einen Abstrich machen muss. Da es sich bei dem Geld von „Planspiel-Börse“ um fiktives Geld gehandelt hat, haben wir uns dafür entschieden ein höheres Risiko einzugehen.

 

Nun zu unserer Aktienauswahl: Wir haben uns für folgenden Titel entschieden:

 

  1. Commerzbank  10.000€  6,18 -> 7,69 (= Wertzuwachs von +24,43% pro Anteil)
  2. Daimler             20.000€  65,17-> 69,20 (= Wertzuwachs von +6,18% pro Anteil)
  3. Tesla                 20.000€  185,49-> 185,08 (= Wertverlust von -0,22% pro Anteil)

 

Die einzelnen Aktien kommen aus dem Automobilsegment und aus den Bankenbereich.

 

Mit unseren Käufen haben wir uns in den ersten 2-3 Wochen zurückgehalten, da die Börsenprognosen zu diesem Zeitpunkt nicht so gut prognostiziert wurden (N-Tv, N24, Börse vor Acht, Finanzen100). Von Beginn des Spiels bis zum 23.10.2016, hatten die Börsen ein bisschen nachgegeben und wir sahen hier den optimalen Einstieg für unsere Käufe. Da wir unsere Positionen auf Grund von Ausgabeaufschlag/Ordergebühr und Maklergebühren bis zum Schluss halten und nur einmal investieren wollten, haben wir an diesem Tag unser komplettes Kapital angelegt.

 

Da wir in unserem Depot eine Streuung vornehmen wollten, haben wir uns dafür entschieden in verschiedene Branchen zu investieren. Neben den Branchen haben wir des Weiteren auch eine Streuung nach Unternehmensstandort vorgenommen, beziehungsweise haben uns für Unternehmen entschieden die auf der ganzen Welt Absatzmärkte haben, um eine regionale Streuung zu forcieren.

 

Wir haben uns unter anderem für Daimler entschieden, da über die Nachrichten bekannt geworden war, dass die voraussichtlich angenommenen Absatzzahlen den Erwartungswert übersteigen.

Das war einer der positiven Aspekte, der uns zum Kauf dieser Anlage bekräftigt hat.

Auch hat einer der Hauptkonkurrenten, von Daimler, aus der Automobilbranche mit einem Abgasskandal zu kämpfen gehabt (Volkswagen), was nach unserer Interpretation positiv für den Aktienkurs von Daimler war.

 

Für Tesla Motors haben wir uns ein bisschen aus dem Bauch heraus entschieden und weil es laut Medien auch ein Geheimfavorit war. Im Nachhinein betrachtet, war es von der Rendite die schlechteste Anlage in unserem Depot. Allerdings haben wir den Kurs noch nach Spielende im Auge behalten und konnten feststellen das der Kurs Ende Januar auf ein Jahreshoch von 240,70 € je Anteil geklettert ist. Trotzdem dass wir schon mit Daimler eine Automobilaktie im Bestand hatten, haben wir uns bewusst für eine weitere Aktie in diesem Segment/aus dieser Branche entschieden. Uns war das sogenannten „Klumpenrisiko“ zwar bewusst. Allerdings haben sowohl Daimler, als auch Tesla immer zum Ende des Jahres ihre Hauptversammlungen. Hier wird dann eine Dividende (hier im neuen Jahr/in dem Fall Daimler) ausgeschüttet. Ist die Hauptversammlung positiv und stimmen die Zahlen und verkauft man vor Ausschüttung der Dividende seine Anteile, hat man die Möglichkeit zu den besten Kursen zu verkaufen (das Ende des Spiels war gleichzeitig für uns wie ein Verkauf zu betrachten).

 

Die letzte Anlage erfolgte im Bankenbereich mit der Aktie von der Commerzbank. Auch diese Aktie hatte seit der Bankenkrise ständig an Boden verloren (günstiger Anstiegskurs). Während des Spiels hatte man in den Medien gehört, das die Commerzbank und die Deutsche Bank ihre strategische Ausrichtung sowie den Flächenvertrieb (Mitarbeiterentlassungen) komplett anpassen wollen bzw. verschlanken und ihre Kunden kostengünstig über den Direktvertrieb (Online-Banking) erreichen möchten. Da dieser Prozess mit Kosteneinschränkungen verbunden ist, sorgt es auf der anderen Seite für positive Kennzahlen in einem Unternehmen. Dies sorgt dafür, dass die Aktie auch für andere Anleger interessant und mehr gekauft wird, was einen gleichzeitigen Kursanstieg bewirkt. Dies war genau der Fall nach unserer Einschätzung bei der Commerzbank und somit hatten wir hier die beste Rendite erzielen können.

 

Bis zum abschließenden Spieltag am 5.12.2016 konnten wir so unseren zweiten Platz im Bereich der Rhön-Rennsteig-Sparkasse halten.

von Viktoria Wilke

   
© Philipp-Melanchthon-Gymnasium