Berichte zur SBO

Klasse 8 - Die Praktikumswoche am BTZ-Rohr

 

Vom 25.06. bis zum 29.06.2012 hatten die Schüler der achten Klassen eine Praktikumswoche im Berufsbildungs- und Technologiezentrum (kurz BTZ) Rohr. Dort konnten sie ihre beruflichen Wünsche in neun Kursen unter Beweis stellen und viel Neues lernen.

Doch nichts Schönes geht ohne Missgeschicke vonstatten, so auch hier nicht, aber dazu später mehr.

Als die Schüler am Montag mit dem Bus nach Rohr gebracht wurden, warteten dort schon ihre „Ausbilder“ auf sie, um sie in Empfang zu nehmen. Nachdem alle Schüler in den Kursen Bau, Holzbearbeitung, Ernährung, Gesundheit & Soziales, Kfz-Technik, Kosmetik, Wirtschaft & Verwaltung, Metall- und Elektrotechnik untergebracht waren (die Auswahl fand schon vorher statt), wurden sie in die jeweiligen Kursräume geführt. 

   

Nach einer kurzen Unterweisung in die Hausregeln des BTZ, ging es auch schon richtig los – jedoch bei einigen für nur 15 Minuten, danach wurde schon Pause gemacht, was in den nächsten Jahren geändert wird.Beim Kurs "Bau" hieß es zu Anfang Zement anrühren und Steine mit Schubkarren ranschaffen, damit später eine ordentliche Mauer gefertigt werden konnte. Danach wurde ein schöner Boden gefliest.

Beim Kurs "Holzbearbeitung" wurde kräftig gesägt. Viele Einzelteile mussten gefertigt werden, um am Ende einen schönen Holzhocker selbst zusammen zu schrauben.

Beim Kurs "Ernährung" roch es immer sehr lecker, da man hier Brötchen und Muffins backte oder Aufläufe zubereitete.

Im Kurs "Gesundheit & Soziales" wurde den Schülern der Aufbau des Gesundheitssystems näher gebracht, im Kurs "Kfz-Technik"wurde der Aufbau eines Motors studiert, welcher dann auseinander- und auch wieder zusammengebaut wurde. Das machte nicht nur Jungens Spaß.

Der Kurs "Kosmetik" stand ganz im Zeichen der Schönheit. Mit Lockenwicklern wurden die Haare verschönert und mit Schminke und Tusche die Haut geglättet.

Im Kurs "Wirtschaft & Verwaltung" wurden den Schülern die Grundzüge der BWL (Betriebs-, Wirtschaftlehre) vermittelt. Doch es wurde auch gezeigt, wie man eine gute Bewerbungsmappe schreibt oder wie man eine "Stunden-Lohn-Berechnungstabelle" am Computer anfertigt.

Im Kurs "Metalltechnik" flogen nur so die Eisenspäne, da die Schüler hier einen Werkzeugkasten bzw. ein Modellauto bauten, wozu die einzelnen Teil gebohrt, geschliffen und gefeilt werden mussten.

Künstlerisch waren die Schülerinnen und Schüler im Kurs "Farbgestaltung" aktiv. Malen nach einer Vorlage oder freies Gestalten hat den Teilnehmern viel Freude bereitet.

Im Kurs "Elektrotechnik" ging es darum, Lampen anzuschließen, Leitungen zu isolieren und einen Stromkreis zu verstehen.

Das alles ging natürlich nicht an einem Tag, sondern wurde fast die ganze Woche gemacht. Und mit fast meine ich die ersten dreieinhalb Tage, denn der Donnerstag verlief etwas anders. An diesem Morgen schien alles so wie immer. Jeder Schüler arbeitete in seinem Kurs und die gewohnten Abläufe am BTZ liefen vonstatten. Doch auf einmal fiel der Strom aus, aus dem Gebäude der Kurse "Ernährung" und "Kosmetik" drang Qualm und die Schüler strömten nach draußen. Folgendes war geschehen: Unter dem Gebäude war der Stromtransformator der Anlage, der aus 10.000 Volt 220 Volt machte. Dabei entstand Hitze, und zwar so viel Hitze, dass die Plastikisolierungen der Drähte sowie der Transformierungsplatten schmolzen. Dadurch entstand giftiger Rauch, der sich nun im ganzen Gebäude ausbreitete. Gleichzeitig war die Energiezufuhr unterbrochen, wodurch einige Kurse zu einem Arbeitsabbruch gezwungen wurden. Innerhalb von 10 Minuten nach dem Stromausfall war auch schon die Feuerwehr zur Stelle, die mit insgesamt sieben Fahrzeugen anrückte. Und dies war natürlich viel aufregender als jeder Kurs, weshalb dann auch ein Großteil der anderen Schüler zur Unfallstelle strömten – natürlich mit genügend Abstand.

                   

Da das BTZ Rohr nicht mehr gewährleisten konnte, dass am nächsten Tag wieder Strom fließen würde, fiel der letzte Tag leider ins Wasser und die Schüler mussten normalen Unterricht über sich ergehen lassen. Dies war im Großen und Ganzen eine tolle und interessante Woche, die hoffentlich nächstes Schuljahr den achten Klassen wieder zur Verfügung steht.

Moritz Passenheim, 8/2

 

   
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