Philipp Melanchthon - Leben und Werk
 

Universitätsprofessor, Reformator und Pädagoge.

 

Während seiner Professur in Wittenberg zeigte er durch seine Studienreform den Universitäten den Weg in die Zukunft.

Als Reformator erlangte Melanchthon 1530 den Höhepunkt seiner Berühmtheit. Auf dem Reichstag in Augsburg bewältigte er die schwierigen Verhandlungen mit der katholischen Kirche hervorragend. Als Ergebnis der Verhandlungen verfasste er das erste große Bekenntnis der Reformation. Dieses Augsburger Glaubensbekenntnis begründete Melanchthons Ruf als "Vater der Ökumene".

Die Begegnung Melanchthons mit Martin Luther war entscheidend für sein reformatorisches Wirken.

Als Reformer des Bildungswesens konzentrierte sich sein Einfluss auf Universitäten und Gymnasien.

Mit der Verleihung des Ehrennamens "Praeceptor Germaniae" (Lehrer Deutschlands) noch zu seinen Lebzeiten wird seine Bedeutung für die Neugestaltung des Bildungswesens gewürdigt. Melanchthons schriftstellerisches Gesamtwerk umfasst mehr als 2500 Schriften, Grammatiken, Lehrbücher, Kommentare zu antiken Autoren, Gutachten und Büchern zu fast allen Wissensgebieten. Seine humanistischen Lehrbücher bildeten die Grundlagen des gymnasialen Schulwesens. Seine Lehr- und Grammatikbücher wurden an den Schulen bis ins 18. Jahrhundert intensiv genutzt.

1537 nahm Melanchthon gemeinsam mit Luther an der Tagung des Schmalkaldischen Bundes teil.

Durch diesen und mindestens einen weiteren Besuch in Schmalkalden wurden auch die Grundlagen für den maßgeblichen Einfluss Melanchthons bei der Entstehung eines territorialen evangelischen Schulwesens im Hennebergisch-Schmalkaldischen gelegt. Dem Unterrichtswesen der Stadt Schmalkalden wurden durch ihn wichtige und lange Zeit anhaltende Impulse gegeben.

Durch die gemeinsam mit Luther verfassten Schmalkaldischen Artikel hat Melanchthon Geschichte geschrieben und nimmt einen festen Platz in den Annalen der Stadt Schmalkalden ein.