Unsere Schulpartnerschaft mit der Schule Nr. 17
mit erweitertem 
Deutschunterricht
Ternopil  (Ukraine)

Die Partnerschaft

2002 war die Schule Nr. 17 mit erweitertem Deutschunterricht auf der Suche nach einer Partnerschule in Deutschland. Als die Anfrage an das Werratal-Gymnasium gestellt wurde, bestanden dort bereits zwei Schulpartnerschaften. Hinzu kam, dass zu diesem Zeitpunkt bereits über den Weiterbestand der Schule diskutiert wurde. Nach einigem Drängen einer Verantwortlichen des Hessischen Jugendverbands, der diesen Austausch angeregt hatte, erklärten wir uns letztlich bereit, die ukrainischen Gäste an unserer Schule - zumindest für diese eine Schülerbegegnung -  zu begrüßen. Untergebracht war die ukrainische Gruppe damals in Schafhausen.
Niemand hatte ernsthaft damit gerechnet, dass daraus mehr wird. Doch bereits bei der ersten Begegnung hatten „beide Seiten“ ein sehr gutes Gefühl.
Noch etwas zögerlich, denn auch für uns war es ein bisschen so etwas wie ein Abenteuer, gingen wir die nächsten Schritte und wagten uns schließlich zwei Jahre später in ein touristisch relativ unbekanntes Land. Die Ukraine war ja 1986 in die Schlagzeilen geraten und leider klingt „Ternopil“ auch noch ähnlich. Da galt es schon Vorurteile zu mildern.
Die Reise war ein großes Erlebnis und seither finden in jährlichem Wechsel Schülerbegegnungen statt.

Unsere Partnerschule

Die Zahl der Schüler und Lehrer entspricht etwa der an unserer Schule. Allerdings lernen dort Schüler der 1 – 11. Klassenstufe. Schulleiter ist Herr Bohdan Tschaika. Frau Oksana Hudyma ist die Stellvertreterin für den Bereich Sprachen, verantwortlich für den Schüleraustausch ist Frau Maria Kolybabyuk.

Schulanschrift: Schule Nr. 17 Stadt Ternopil
                     Protassewytsch Straße 6a

                     46013 Ternopil 

Es ist eine Schule mit erweitertem Deutschunterricht, die Schüler lernen Deutsch bereits ab der 1. Klasse. In dieser Fremdsprache werden die Klassen in 2 Gruppen unterrichtet. Bei unseren Unterrichtsbesuchen haben wir festgestellt, dass sich der dortige Fremdsprachenunterricht doch etwas von dem an unserem Gymnasium unterscheidet. Vor allem die jüngeren Schüler wiederholen sehr oft im Chor, es wird auch viel mit Gedichten, Liedern und Reimen gearbeitet. Das Aufführen von Theaterstücken in deutscher Sprache gefällt aber auch den „Großen“.

Die Schüler der 1. – 4. Klassen tragen Schuluniform: weinrote Kostüme und Anzüge

Ansonsten wird Schulkleidung nur noch von Schülern der 11. Klasse, der Abschlussklasse, getragen – und zwar in der ersten und letzten Schulwoche.

Die Räume sind liebevoll eingerichtet. Die Eltern sind dafür verantwortlich, sie renovieren die Klassenräume und kaufen auch z.B. die neuen Gardinen. Die Schule ist bei weitem nicht so gut technisch ausgestattet, wie wir das von unserer Schule kennen. Insgesamt wird aber sehr viel Wert auf die Gestaltung des Schulgebäudes gelegt.

Gekocht wird für die Schüler noch selbst. Versteht sich, dass es lecker schmeckt.

Die Schülerbegegnungen

Geplant sind jeweils 10 Tage.
Wir fahren mit dem Reisebus, traditionell mit dem „Rhönsegler“. Eine Fahrt dauert etwa 22 Stunden, was aber nicht so sehr anstrengend ist, denn der Bus bietet genügend Platz. Für unsere Schüler ungewohnt sind allerdings die langwierigen Grenzkontrollen.
Im Gastland angekommen, hatten uns bisher immer sehr holprige Straßen begrüßt, womit nun wohl nach der Fußball – EM Schluss ist, denn beim letzten Besuch wurde gebaut und gebaut …

Auf dem Programm stehen außer dem Schulbesuch einige Ausflüge und Veranstaltungen:


Ein weiterer Höhepunkt ist aber zweifellos das gemeinsame Abschlussprogramm der Schüler, zu dem auch alle Gastgeber eingeladen sind.

„Guten Tag, Fräulein Hase“ … mit diesem lustigen Theaterstück haben uns die Schüler der oberen Klassen sehr beeindruckt. 


Und das erwartet unsere Gäste u.a. bei uns in Schmalkalden:

Schülerbegegnung 2011 in Ternopil

Auszug aus dem Bericht

„Die deutschen Teilnehmer haben einen sehr interessanten Einblick in das Alltagsleben der ukrainischen Gastfamilien gewonnen. Sie haben gesehen, dass vieles noch anders ist als bei uns. Sie haben aber auch erfahren, was alles erneuert wird, z.B. die Straßen. Sie wissen, unter welchen Bedingungen und mit welchem Eifer die Schüler an dieser Schule Deutsch lernen. Die Möglichkeit, Deutschland zu besuchen, stellt eine hohe Motivation für die Schüler an unserer Partnerschule dar. Unsere Schüler haben erkannt, dass es neben Unterschieden sehr viele Gemeinsamkeiten gibt. Sie waren besonders von der Freizeitgestaltung begeistert, die in einer großen Stadt wie Ternopil möglich ist. Die täglichen Treffen im Park mit den neuen Freunden werden ihnen fehlen.“

Und was unsere Schüler sonst noch so alles erlebt haben, können sie euch am besten selbst erzählen. Fragt sie!